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Einsatzberichte / Mitteilungen
28.11.2020
Quelle:  Team Christoph 17

Neues Kalenderbild für Dezember 2020 im Downloadbereich

In unserem Downloadbereich in der Bildergalerie unserer Website mit monatlich wechselnden Kalenderblättern steht das Bild für den Monat Dezember 2020 zum Download bereit.

Die Bilder zeigen Eindrücke und Motive aus unserer Geschichte und unserem aktuellen Flugbetrieb. Die Bilder stehen in den Grössen 1024x768, 1600x900 und 1920x1080 im JPG-Format zum Download bereit. Die Bilder unterliegen grundsätzlich dem Urheberrecht und sind nur für den privaten Gebrauch bestimmt und zugelassen. Wir wünschen unseren Besuchern viel Freude an unserer Bildauswahl.

Zum Download Kalenderblatt für Dezember 2020
   
 
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11.11.2020
Quelle:  Team Christoph 17 / kreisbote.de

Abschied nach zusammen 120 Jahren im Dienst des Rettungshubschraubers

Vier Notfallmediziner nehmen Abschied von Christoph 17

„Einweihung der Station durch Innenminister Baum. Während der Einweihungsfeierlichkeiten erfolgte der erste Luftrettungseinsatz mit der Besatzung Hermann Wegener, Dr. Dietrich Wörner und Manfred Wille.“ So steht es unter dem Datum des 16. September 1980 in der Chronik des Rettungshubschraubers Christoph 17 (www.christoph17.de), der einen Tag zuvor zum ersten Mal an der Luftrettungsstation am Klinikum (damals noch Stadtkrankenhaus) in Kempten gelandet war. Über 30 Jahre lang war er dort stationiert, bevor er am 1. Mai 2012 in die Interimsstation am Flugplatz Durach umziehen musste. Im Dezember 2018 schließlich konnte der Hangar am jetzigen Standort in Durach nach sechs Jahren Planungs- und einem Jahr Bauzeit eingeweiht werden. Prinzipiell wird von dort aus ein Radius von rund 50 Kilometern abgedeckt. Auf zusammen 120 Dienstjahre im Zivilschutz-Hubschrauber Christoph 17 bringen es vier Notfallmediziner, die sich diesem Dienst mit Leib und Seele verschrieben haben bzw. hatten: Nikolaus Felder, Ernst Horling, Gerhard Zipperlen und Lutz Menthel. Sie sehen die Zeit gekommen, Platz für den Nachwuchs zu machen.

Die Erinnerungen sprudeln während des gemeinsamen Gespräches nur so heraus und reichen von Fachtermini bis Anekdoten. Anders als zu seinem Einstieg beim Rettungshubschrauber, sei die „Zahl der Bewerber hoch“, um die jetzt frei werdenden Posten neu zu besetzen, sagt Menthel. Felder erinnert sich, dass er 1983 bei seiner Einstellung am Klinikum sogar unterschreiben musste, dass er auch Dienst im Rettungshubschrauber machen werde. Zustimmung erntet Zipperlen, als er von den wahrlich abenteuerlich anmutenden Anfängen im Rettungshubschrauber erzählt. „Am Anfang sind Teams im weißen Kittel und Sandalen in die Berge geflogen“, später dann immerhin in etwas festeren Maler-Overalls, denn „es gab keine Dienstkleidung“. So seien auch einfach Bundeswehr-Helme an sie weitergereicht worden. Leicht spöttisch erinnert sich Felder an die weiblichen Einsatzkräfte, die gelegentlich „in Pumps und im Sommerkleid“ mitgeflogen seien, und „bei Regen nicht aussteigen wollten“. Alles Schnee von gestern. „Vieles war noch Pionierarbeit“, sind sich die Vier einig, inzwischen „hat sich die Luftrettung schon sehr professionalisiert“.

„Notfallmedizin hat mich immer interessiert.“ Ernst Horling über die Motivation so lange dabeizubleiben.

So sei früher zum Beispiel die Versicherungsfrage während der Einsätze unklar und auch „die Denke“ der Ärzte eine andere gewesen, nach der in der Regel der Einsatz eines Sankas ausreichend gewesen sei, erklärt Felder. Für gemischte Gefühle in der Ärzteschaft dürfte auch die Tatsache gesorgt haben, dass der Dienst im Hubschrauber einst unter Krankenhaustätigkeit gefallen ist (seit 1993 Nebentätigkeit mit pauschaler Abrechnung über das Rote Kreuz) und z.B. ein Chirurg, der rausgeflogen sei, habe in der Zeit nicht operieren können. Und wie herauszuhören ist, gilt auch der weibliche Teil der Crew, unter anderem mit den Notfallmedizinerinnen Dagmar Strauß (Chefin Flugdienst) und Henrike Renz, längst als Kolleginnen auf Augenhöhe und in Führungspositionen. Professionalisiert hat sich auch die Qualifikation der insgesamt 16 Ärzte, die an Christoph 17 tätig sind. „Verpflichtend ist zum Beispiel die Schulung für den Einsatz am Bergtau mit Winde, unabdingbar in der Luftrettung ohne Landemöglichkeit“, erklärt Zipperlen. Diese sei, so die einhellige Ansage, ganz anders als es in Fernsehserien wie „Die Bergretter“ dargestellt werde; oder wie Menthel es formuliert: „Da kann ich nur auf den roten Knopf drücken“.

„Am Anfang sind Teams im weißen Kittel und Sandalen in die Berge geflogen.“ Gerhard Zipperlen zu den Anfängen der Luftrettung in Kempten.

Früher habe es „keine strukturierte Ausbildung gegeben“, wogegen man heute vorab schon rund 180 Stunden mit dem Notarzt gefahren sein müsse. „Leidenschaft“ für die Arbeit, „Wir-Gefühl“ und auch das Privileg die Landschaft immer wieder aus der Luft sehen zu können, sind wohlklingende Motivationsfaktoren für die vier Lebensretter. Dahinter steckt ein Knochenjob – körperlich und auch seelisch. So ist es mit den Landemöglichkeiten zwar oft unproblematisch, aber oft genug auch nicht. „Man wird möglichst nah an den Einsatzort gebracht und muss dann schauen, wie man zur Unfallstelle kommt“, hat Menthel Geschichten von endlos scheinendem „Heli-Walking“ parat. So zum Beispiel ein Vorfall, bei dem Patientin und Arzt wegen zwischenzeitlich aufgekommenem Nebel nicht mehr geholt werden konnten und dann zusammen mit dem Notfallteam der Bergwacht bei strömendem Regen zu Fuß das Tal erreichen mussten. Im Fall des Falles steht bei seelischer Belastung das Kriseninterventionsteam (KIT) zur Stelle. Oft sind es aber die Kameraden, mit denen über belastende Situationen gesprochen wird. Besonders eine tragische Geschichte ist Menthel im Gedächtnis geblieben: als zwei Kinder von einem Traktor überrollt wurden. Das sei einer der Momente gewesen, in denen er an die Beendigung seines Luftrettungsdienstes gedacht habe.

„Da kann ich nur auf den roten Knopf drücken.“ Lutz Menthel über TV-Serien wie „Die Bergretter“.

Ähnliche Erfahrungen haben sie alle gemacht. Zwei Tage Einsatz pro Monat ist für die Ärzte das Minimum und ausreichend für die Einsatzpraxis. Zipperlen hat seiner Rechnung nach inzwischen insgesamt gut „730 Tage am Hangar verbracht“. In dieser Zeit gab es auch zwei Einsätze, die außertourlich waren: Als der Papst eine Messe in Regensburg gehalten hat, „war ich als ärztlicher Betreuer dabei“ und wie auch sein Kollege Menthel bei der Skiflug-WM in Oberstdorf. Nicht nur für Felder ist aber eines ganz klar: „Alleine sind wir gar nichts.“ Alles gehe nur im Team und mit den vielen Leuten, die an der Basis ihre Arbeit machen. Seinen Hut bereits genommen hat Nikolaus Felder, der es auf 35 Jahre als Christoph 17-Arzt bringt. Der 69-jährige Internist, Intensiv- und Notfallmediziner hat sich zudem in den Ruhestand verabschiedet, was ihn nicht davon abhält weiterhin im Rettungsdienst aktiv zu sein. In wenigen Wochen verabschieden sich auch seine drei Kollegen aus dem Christoph-17-Team.

„Alleine sind wir gar nichts.“ Nikolaus Felder zur Bedeutung des gesamten Teams.

Der Viszeralchirurg Ernst Horling (62) war von 1986 bis 1994 am Kemptener Klinikum, bevor er als leitender Oberarzt nach Kaufbeuren wechselte. Über 30 Jahre ist er inzwischen als Arzt im Rettungshubschrauber unterwegs und Kempten dadurch weiterhin verbunden geblieben, nicht zuletzt weil ihn „Notfallmedizin immer interessiert“ habe. Im 32. Dienstjahr verabschiedet sich Gerhard Zipperlen vom Dienst im Rettungshubschrauber. Der 64-jährige Anästhesist und Leiter des Medizin-Controllings für den Klinikverbund Allgäu und das Klinikum Kempten hat eben die coronabedingt wiederbelebte Stelle des Koordinators für die Kliniken übernommen. Und als Vierter im Bunde verlässt Lutz Menthel, Facharzt für Chirurgie, nach 22 Jahren das Hubschrauberteam.
   
 
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17.07.2020
Quelle:  Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)/Team Christoph 17

Zivilschutz-Hubschrauber heben 800.000 Mal ab

BBK-Präsident Unger: Ohne Unterstützung aus der Luft ist Zivilschutz nicht komplett

Im Jahr 2020, in dem die zivile Luftrettung in Deutschland 50 Jahre alt wird, haben die Zivilschutz-Hubschrauber des Bundes ihren 800.000. Einsatz geflogen. Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Christoph Unger, hat dieses Ereignis heute zum Anlass genommen, um auf die bedeutende Aufgabe der Zivilschutz-Hubschrauber im Bevölkerungsschutz aufmerksam zu machen. Bei dem Termin in Bonn war auch der Junge dabei, zu dessen Rettung ein Zivilschutz-Hubschrauber des Bundes zu dem Jubiläumsflug abgehoben hatte.

Der Einsatz, den der in Hannover stationierte Christoph 4 am 16. April 2020 flog, war in mehrfacher Hinsicht besonders. Die Leitstelle hatte ein verletztes Kind in einem unübersichtlichen Waldstück gemeldet. Der Zivilschutz-Hubschrauber mit Piloten, Notfallsanitäter und einer Notärztin an Bord musste das Kind erst suchen.

ZSH verfügen über Spezialfähigkeiten

Der Bund verfügt über eine Flotte von 18 Zivilschutz-Hubschraubern (ZSH). Die in erster Linie für den Zivilschutz, das heißt den Einsatz in einem Spannungs- oder Verteidigungsfall, vorgehaltenen ZSH starten von zwölf Luftrettungszentren aus ganze Deutschland aus und leisten einen wichtigen Beitrag für den Bevölkerungsschutz: Sie verfügen über Spezialfähigkeiten und sollen Schwerverletzte oder Erkrankte nach erster Behandlung vor Ort abtransportieren, Schadensstellen erkunden und überwachen oder etwa Flüchtlingsströme beobachten und lenken. Die ZSH können außerdem radioaktive Strahlung aus der Luft messen sowie Spezialisten und Material transportieren.

In Friedenszeiten gestattet der Bund den Ländern, die Helikopter im Luftrettungsdienst zu nutzen. Und das nicht ohne Grund: „Nur erfahrene und perfekt aufeinander eingespielte Teams können im Ernstfall auch schwierigste Herausforderungen meistern. Das gilt für Notfälle im Alltag, aber auch die schlimmste anzunehmende Katastrophe: den Krieg“, sagte BBK-Präsident Unger bei der Jubiläumsveranstaltung in Bonn. „Ohne Unterstützung aus der Luft wäre der Zivilschutz nicht komplett.“

Unfall mit dem Mountain Bike

Die Spezialfähigkeiten der ZSH kamen an einem Donnerstag in den Osterferien auch Tom Joshua Schiffko zugute: Der 14-Jährige war mit seiner Schwester und seinem besten Freund in einem Waldstück in der niedersächsischen Gemeinde Edemissen Mountain Bike gefahren. Er fuhr über eine Wurzel, überschlug sich und blieb verletzt liegen. Freund und Schwester haben schnell reagiert: Sein Freund blieb bei ihm, während seine jüngere Schwester Lilly Hilfe holte. Eine Spaziergängerin leistete Erste Hilfe und verständigte die Leitstelle. Als ausgebildete Krankenschwester konnte die Frau die Lage gut überblicken. Es war klar: In dem unwegsamen Gelände muss ein Rettungsteam mit Helikopter helfen. So startete Christoph 4 vom Luftrettungszentrum (LRZ) Hannover aus zum 800.000 Einsatz eines Zivilschutz-Hubschraubers. Das LRZ ist an die Unfallchirurgische Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) angeschlossen und wird von der Johanniter-Unfall-Hilfe betrieben. Die Zählung der Einsätze startete 1971, als der Bund begonnen hat, spezielle Helikopter für den Zivilschutzfall vorzuhalten. Die Crew des Helikopters fand die Unfallstelle, half schnell und brachte Tom Joshua mit einem komplizierten Armbruch in die Kinderklinik. Dem Patienten geht es wieder gut, er konnte seinen Flug sogar genießen.

Teamwork in luftiger Höhe

Bei der Luftrettung in den ZSH arbeiten ganz unterschiedliche Akteurinnen und Akteure zusammen: die Notärztinnen und Notärzte werden häufig von dem jeweiligen Stationskrankenhaus und die Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter von den Hilfsorganisationen und Berufsfeuerwehren gestellt. Die Pilotinnen und Piloten aller ZSH kommen von der Bundespolizei, die auch die Wartung übernimmt. Bei dem Termin in Bonn würdigte auch der Leiter der Bundespolizei-Fliegergruppe, Torsten Hallmann, die langjährige Zusammenarbeit auf den Helikoptern: „Es grenzt schon an ein Verwaltungswunder, dass so viele beteiligte Behörden und Organisationen so reibungslos zusammenarbeiten. Und das schon seit fünf Jahrzehnten. Vermutlich liegt es einfach an der guten Sache, für die wir uns alle gemeinsam engagieren.“

An folgenden Luftrettungszentren sind Zivilschutz-Hubschrauber in Deutschland stationiert:

• Christoph 2 Frankfurt am Main
• Christoph 3 Köln
• Christoph 4 Hannover
• Christoph 7 Kassel
• Christoph 9 Duisburg
• Christoph 12 Siblin
• Christoph 13 Bielefeld
• Christoph 14 Traunstein
• Christoph 17 Kempten
• Christoph 29 Hamburg
• Christoph 34 Güstrow
• Christoph 35 Brandenburg
   
 
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22.06.2020
Quelle:  Team Christoph 17/Bergwacht Bayern

100 Jahre Bergwacht Bayern

Im Juni 1920 wurde die Bergwacht Bayern gegründet. Im Münchner Hofbräuhaus trafen sich gleichgesinnte Vertreter von Alpenvereinssektionen und Wandervereinen zur Schaffung einer „Natur- und Sittenwacht“. Die Bergwacht startet mit der Aufgabe „zur Bewahrung der guten Sitten und dem Schutz fremden Eigentums im Kontext des Bergsteigens und des alpinen Skilaufs“. Das Thema Bergrettung gewinnt aber kurze Zeit nach der Gründung bereits zunehmend an Bedeutung und steht heute an erster Stelle.

Eine Zeitreise...

Als am 14. Juni 1920 im Hofbräuhaus in München die Gründungsurkunde unterschrieben wurde, war die rasante Entwicklung von einer Sittenwacht zu einer weit über die bayerischen Grenzen anerkannten und zukunftsorientierten Bergrettungsorganisation wohl nicht absehbar. Nicht zuletzt, weil zunächst der Erhalt der Landschaft und Alpenflora im Vordergrund stand. Denn: Mit Zunahme des alpinen Tourismus nahm auch die Zerstörung der Tier- und Pflanzenwelt immer größere Ausmaße an. Die Gründung der Bergwacht als Naturschutzwacht geht diesbezüglich auf eine Initiative von Alpenvereinssektionen zurück, die zu dieser Zeit einen wahren Bergboom erlebten. Der Weg zur Bergrettungsorganisation wurde allerdings bereits 1898 mit der Gründung des „Alpinen Rettungsausschuss‘ München“ geebnet. Er gilt als Startpunkt der organisierten Bergrettung in den bayerischen Alpen. 1899 entstanden erste Rettungsstationen in Füssen, Garmisch, Weilheim, Mittenwald, Fall, Bad Tölz und Miesbach.

1904 wurden unter dem Dach des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins formale Alpine Rettungsstellen vom Allgäu bis nach Berchtesgaden gebildet. 16 Jahre später folgte die Gründung der Bergwacht Bayern. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs 1948 fand im Wilden Kaiser erstmals ein internationaler Bergrettungstag statt, mit initiiert vom Bergwacht Pionier Wiggerl Gramminger. 1955 folgte die Gründung der IKAR (Internationale Kommission für Alpines Rettungswesen) und die Bergwacht ist deren Gründungsmitglied.

Einer der berühmtesten Einsätze der Bergwacht Bayern war die erste Lebendrettung aus der Eiger-Nordwand im Jahr 1957. Der Italiener Claudio Corti und andere Bergsteiger saßen damals bei Schneesturm im oberen Wandteil fest. Bergwacht-Pionier Ludwig Gramminger von der Bergwacht München hat von der Notlage erfahren und wurde sofort aktiv. Mit einem internationalen Rettungsteam zieht Gramminger den halb erfrorenen Claudio Corti an einem Stahlseil mehr als 300 Meter die Wand hoch.

1959 richtete die Bundeswehr den SAR (Search and Rescue)-Dienst ein. 1966 wurden die ersten Rettungsspringer und späteren Luftretter im Allgäu ausgebildet. 1999 startet die Bergwacht mit der Krisenintervention. 2001 wird der damalige Landtagspräsident Alois Glück, Vorsitzender der Bergwacht Bayern. 2002 erhält die Bergwacht ihr heutiges Logo und 2008 wird das Bergwacht-Zentrum für Sicherheit und Ausbildung in Bad Tölz eröffnet. In dem weltweit einzigartigen Simulationszentrum trainieren neben der Bergwacht weitere internationale Rettungsorganisationen standardisiert und wirklichkeitsgetreu die unterschiedlichsten Rettungsszenarien aus den Bereichen Luft, Wasser und Höhle.

Interaktive Website macht Rettung durch die Bergwacht individuell erlebbar

Im Rahmen des BR-Projekts "Die Rettung“ können Interessierte einen Einsatz miterleben und sich Schritt für Schritt durch die interaktive Website bewegen – vom Unfallort bis in die Gipfelregion. Die fiktive Rettungs-Story wird dabei angereichert mit Hintergründen zur Bergwacht und zu den verschiedenen Hubschraubern über Bayerns Bergen. Anlass für das Projekt ist das 100-jährige Jubiläum der Bergwacht Bayern. "Die Rettung“ ist aus technischen Gründen im Internet Explorer nicht abrufbar. Bitte benutzen Sie einen anderen Browser wie Google Chrome, Mozilla Firefox usw..

“Die Rettung” in Virtual Reality

"Die Rettung" ist die erste derartige Virtual Reality-Erfahrung, die der BR selbst entwickelt und mit der man in ein Erlebnis unmittelbar "eintauchen" kann. Ziel ist es, dass alle, die das Projekt erleben, einen neuen Blick auf die wichtige Arbeit der freiwilligen Retter der Bergwacht bekommen. Mit Start der Website gibt es auf dierettung.br.de eine erste Vorabversion zum Download. Wer eine VR-Brille hat, kann “Die Rettung” zu Hause erleben, Feedback geben und so das Projektteam bei der Entwicklung unterstützen.

Neben der neuen Website entsteht "Die Rettung“ gerade auch als Virtual Reality-Installation, in der Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort auf Ausstellungen und VR-Festivals in die Rolle eines Verletzten schlüpfen können. In einem echten Bergrettungssack, der an einem Seil aufgezogen wird, beginnt eine einzigartige, virtuelle Rettungsaktion zwischen Traum und Wirklichkeit. Man setzt die Virtual Reality-Brille auf, erlebt die Arbeit der Rettungskräfte und den Moment, wenn einen der Hubschrauber zum Himmel trägt. Hauptevent sollte die Ausstellung "100 Jahre Bergwacht Bayern“ im Alpinen Museum in München sein, die eigentlich am 13. Juni beginnen sollte. Die Corona-Pandemie hat alles ganz anders kommen lassen. Die Installation wird es geben, sobald die Entwicklung der Pandemie es zulässt und die Ausstellung voraussichtlich am 30. August 2020 eröffnet. Im kurzen Making-of-Video, das im Februar noch vor der Corona-Pandemie entstanden ist, sieht man, wie die VR-Installation funktionieren wird.

12 Monate im Zeichen der ehrenamtlichen Bergretter

Das Jubiläumsjahr wird aufgrund der aktuellen Lage medial in unterschiedlichen Varianten durch Radio- und Fernsehbeiträge begleitet. Gemeinsam mit Bayern feiert die Bergwacht auch auf Bundesebene ihre Gründung. Der für den 14. Juni 2020 geplante Staatsemfang mit Festakt der Bergwacht Bayern im Münchner Hofbräuhaus musste bedingt durch die aktuelle Lage abgesagt werden, ist aber in Vorplanung für das kommende Jahr. Die Sonderausstellung 100 Jahre Bergwacht im Alpinen Museum des Deutschen Alpvereins findet vom 30.08.2020 – 27.09.2020 mit einer von der Bergwacht München gestalteten und einmaligen Sammlung im Festsaal des Alpinen Museums des DAV auf der Praterinsel in München statt. Neben heute eingesetzter Ausrüstung haben interessierte Gäste unter anderem die Möglichkeit, Rettungsmaterialien von der ersten Lebendrettung aus der Eiger Nordwand 1957 oder auch Rettungsschlitten der Olympischen Winterspiele 1936 aus der Nähe zu sehen.

Wichtiger Veranstaltungs-Hinweis

Der von der Region Allgäu am 19. September 2020 organisierte 3. Bergrettungstag mit vielen hochkarätigen Teilnehmern und Vorträgen aus dem gesamten Alpenraum findet im Jubiläumsjahr nur online statt.
   
 
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28.03.2020
Quelle:  Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) / Team Christoph 17

Wissenswertes über den Coronavirus

Zum besseren Verständnis

Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-02 - Schweres akutes respiratorisches Syndrom), das die Krankheit COVID-19 auslöst, ist eine Atemwegserkrankung.

Welche Krankheitszeichen werden ausgelöst?

Eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus kann zu Krankheitszeichen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen, ähnlich wie bei einer Grippe. Einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Bei den bisher hauptsächlich aus China berichteten Fällen waren vier von fünf Krankheitsverläufen mild. Bei einem Teil der Erkrankten kann das Virus mit einem schwereren Verlauf einhergehen und zu Atemproblemen, Lungenentzündung und in sehr schweren Fällen zum Tod führen. Derzeit geht man davon aus, dass es nach einer Ansteckung bis zu 14 Tage dauern kann, bis Krankheitszeichen auftreten.

Wie wird das Virus übertragen?

Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Eine Ansteckung kann direkt über die Schleimhäute der Atemwege erfolgen (z.B. wenn man von einem Erkrankten angehustet wird) oder auch indirekt über die eigenen Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden. Es wurden auch Fälle bekannt, in denen sich Personen bei Betroffenen angesteckt haben, die nur leichte oder unspezifische Krankheitszeichen gezeigt hatten.

Wie können Sie sich vor einer Ansteckung schützen?

Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützen das Einhalten der Husten- und Nies-Etikette, eine gute Händehygiene sowie das Einhalten eines Abstands zu Erkrankten (etwa ein bis zwei Meter). Im weiteren bedeutet dies auch:

Konsequentes Einhalten der Hygieneregeln:

Niesen oder husten Sie in die Armbeuge oder in ein Taschentuch.

Entsorgen Sie Papiertaschentücher nach einmaligem Benutzen sofort.

Waschen Sie sich regelmäßig und sorgfältig die Hände mit Seife und mindestens 20 bis 30 Sekunden.

Desinfizieren Sie regelmäßig Ihre Hände.

Vermeiden Sie unnötigen Körperkontakt mit anderen Personen wie z.B. Händeschütteln.

Berühren Sie insbesondere die Schleimhäute von Mund, Augen und Nase nicht mit den Händen.

Halten Sie ausreichend Abstand von Menschen, die Husten, Schnupfen oder Fieber haben – empfohlen werden mindestens ein bis zwei Meter.

Vermeidung von nicht absolut notwendigen direkten persönlichen Kontakten im privaten und Öffentlichen Bereich:

Meiden Sie belebte Orte und Veranstaltungen.

Zu Hause bleiben, wann immer möglich; Zimmer regelmäßig lüften.

Nicht notwendige Reisen absagen oder verschieben.

Möglichst nur für Versorgungsgänge rausgehen; unbedingt Abstand von 1 bis 2 m zu anderen Personen einhalten.

Private Kontakte auf das Notwendigste reduzieren bzw. Möglichkeiten ohne direkten/persönlichen Kontakt nutzen (Telefon, Internet etc.).

Risikogruppen durch Familien- und Nachbarschaftshilfe versorgen; aktiv Hilfsangebote machen!

Umgang mit Erkrankten im Haushalt festlegen (Schlafen und Aufenthalt in getrennten Zimmern; Mahlzeiten getrennt einnehmen; räumliche Trennung von Geschwisterkindern).

Gemeinschaftliche Treffen/Aktivitäten absagen (Vereine, Sportgruppen, größere private Feiern)

Was ist zu tun, wenn Sie eine Ansteckung vermuten?

Suchen Sie bei Krankheitszeichen nicht sofort einen Arzt oder eine Notfall-Ambulanz auf, denn die Ansteckungsgefahr in Wartezimmern ist besonders groß. Rufen Sie in der Praxis oder im Gesundheitsamt Ihrer Stadt oder Ihres Landkreises an. Möglicherweise wird bei begründetem Verdacht auf COVID-19 im häuslichen Umfeld ein Test durchgeführt.

Weiterführende Informationen sind unter folgenden Links zu erhalten:

Bundesministerium für Gesundheit

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Robert Koch-Institut

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Fragen und Antworten zum Coronavirus

Informationen und Verhaltensregeln zum Ausdrucken und Aushängen

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung -> Infektionsschutz



Neues Kalenderbild für April 2020 im Downloadbereich

Wer sich schützt, schützt uns alle!!!

Wenn wir jetzt alle entschlossen handeln, können wir die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verlangsamen und viele Leben retten. Denn wer sich schützt, schützt uns alle - wir bewältigen diese Krise am besten gemeinsam.

Zum Download Kalenderblatt für April 2020
   
 
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